Die Gleichstellung in der Arbeitswelt ist noch nicht verwirklicht. Noch immer wirkt die viel zitierte gläserne Decke, noch immer gibt es nur wenige Frauen in Entscheidungs- und Führungspositionen, noch immer sind Frauen in den Kontrollgremien der Wirtschaft dramatisch unterrepräsentiert. Gleichzeitig ist eine Vernachlässigung der Jungenförderung zu beobachten, deutlich mehr Mädchen als Jungen machen Abitur und nehmen ein Studium auf. Männer fehlen in sozialen und erzieherischen Berufen und wollen längst nicht mehr der klassischen Rolle als Versorger und Ernährer entsprechen.
Tina Groll beschäftigt sich in ihrer journalistischen Arbeit immer wieder mit dem Thema Gendermainstreaming - und hat dabei nicht nur die feministische Brille auf. Das Geschlecht als Strukturkategorie, die unserem Denken vorgeschaltet ist, bestimmt nach wie vor maßgeblich mit, welchen Verlauf unsere Karrieren und Leben nehmen. Doch Veränderungsprozesse kommen vor allem mit einer unverkrampften Sicht auf "den kleinen Unterschied" zustande.
Ob Workshop, Vortrag, Referentin, Podiumsdiskussionsteilnehmerin oder Moderation - Tina Groll ist mittlerweile eine Expertin in Sachen Gendermainstreaming. Anfragen können Sie unter "Kontakt" an die Journalistin richten.
Frauenkarrieren im Journalismus: Die Zukunft ist weiblich, das ist nicht nur grammatikalisch verbürgt. Der Frauenanteil im Journalismus hat in den vergangenen Jahren zugenommen - und wird auch weiter ansteigen. Daran lassen die Berufsstudien keinen Zweifel: Die "Feminisierung" der Medien hat gerade erst begonnen. Tina Groll beschäftigte sich mit diesem Thema schon während ihres Journalistik-Studiums und verfasste ihre Diplomarbeit zum Thema Karrierechancen und die Karrierestrategien im Journalismus.
Mit dem Frauenanteil in den Medien verändern sich diese. Die "klassischen" Hierarchien, aber auch die Verdienstmöglichkeiten nehmen ab. Die Medienprodukte verändern sich, denn Frauen rezipieren partiell "anders" - und sie haben ein eher an den RezipientInnen orientiertes Verständnis von Journalismus. Dies schlägt sich in einer "Boulevardisierung" der Branche und in einem größeren "Nutzwert-Journalismus" nieder. Gleichzeitig tun sich viele neue Chancen auf. Wirtschafts- und Politikmagazine für Frauen, Mode- und Familienmagazine für Männer. Die Medienindustrie entdeckt einen neuen Markt: Frauen und Männer jenseits tradierter Geschlechterrollen.
Die Diplomarbeit "Beruf Journalistin: Von kalkulierten Karrieren und behinderten Berufsverläufen" ist im VDM-Verlag erschienen. Im Oktober 2007 publizierte Tina Groll einige der Ergebnisse ihrer Diplomarbeit in der "Journalistin", einem Jahresheft, das im "MediumMagazin" erscheint. Im April 2008 folgten jeweils eine Titelgeschichte zum gleichen Thema im "Journalist" ("Die neue F-Klasse") und im Journalistik-Journal ("Können, Köpfchen oder Körper?").
Hier können Sie den Artikel aus der "Journalistin" downloaden: