Hilfe bei Identitätsdiebstahl
Wie es sich anfühlt, wenn Betrüger die Identität eines Fremden annehmen, um damit Straftaten zu begehen, hat Tina Groll selbst erlebt.
Betrüger hatten unter ihrem Namen und unter Verwendung ihres Geburtsdatums Waren im Wert von Zehntausenden Euro auf Rechnung bestellt. Geliefert wurden die Waren an Wohnadressen, wo die Betrüger sie entgegen nahmen, um sie später weiterzuverkaufen. Es waren Adressen, an denen Tina Groll niemals lebte. Bezahlt haben die Betrüger diese Rechnungen natürlich nie. Die geschädigten Unternehmen schalteten Inkassobüros ein - und die fanden die reale Tina Groll. Die Journalistin staunte nicht schlecht, als ihr plötzlich massenweise Mahnbescheide ins Haus flatterten, Inkassofirmen vor ihrer Tür standen und sie erfahren musste, dass sogar bereits Haftbefehle und Einträge ins Schuldnerverzeichnis gegen sie vorlagen. Fortan war der Gang zum Briefkasten ein Weg, den die junge Frau mit Angst zurücklegte. "Es hat sich angefühlt wie in einem Kafka-Roman: Auf einmal war ich eine gesuchte Schuldnerin, eine kriminelle Betrügerin, die Waren bestellte und nie bezahlte", schildert Tina Groll ihre Erfahrung. Doch von dem Ohnmachtsgefühl, den kriminellen Machenschaften ausgeliefert zu sein und zusehen zu müssen, wie ihr guter Ruf systematisch zerstört wurde, ließ sich die investigativ arbeitende Journalistin nicht verschrecken. Sie wehrte sich, öffentlich, juristisch und sehr aggressiv. Mit Erfolg.
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Rund 800 Arbeitsstunden musste Tina Groll dafür allerdings aufbringen, viel Geld hat sie in ihre juristische Verteidigung investiert und Monate lang gegen Behörden, Unternehmen, Auskunfteien und Inkassobüros gekämpft, bis der Schaden begrenzt war, die falschen Daten gelöscht waren und ihr guter Ruf wieder hergestellt war. Tina Groll hat in dieser Zeit intensiv zu dem Thema Identitätsmissbrauch und Datenschutz recherchiert. Aus dem Opfer ist eine viel gefragte Expertin geworden.
Identitätsmissbrauch ist eines der am stärksten steigenden Delikte. In den USA ist mittlerweile schon jeder 20. Opfer geworden. Auch hierzulande steigt die Zahl der Geschädigten ständig. Unzähle Zuschriften von Menschen, deren Identität missbraucht wurde, erreichen Tina Groll mittlerweile. Alle haben die gleichen Fragen: Wie kann man sich wehren? Wann hört dieser Albtraum auf? Was kommt jetzt auf mich zu? Um diesen Menschen zu helfen und ihnen auch wieder Mut zu machen, stellt die Journalistin auf ihrer Website in Kürze ein Reihe wertvoller Informationen bereit, wie man sich als Opfer richtig wehrt - und wie man sich vor dem Identitätsmissbrauch schützt.
Betroffene, die Rat brauchen, können sich gerne an Tina Groll wenden. "Auch wenn die kommenden Monate für Sie belastend und arbeitsreich werden: Irgendwann hört der Missbrauch auf. Betrachten Sie es als Abenteuer. Sie wollten schon immer mal die Hauptrolle in einem Krimi spielen? Here we are: Der Krimi ihres Lebens hat begonnen", sagt die Journalistin.
Auch steht Tina Groll als Expertin und Betroffene für Interviews oder Fachvorträge zur Verfügung. Um mit ihr in Kontakt zu treten, nutzen Sie bitte das unten stehende Kontaktformular. Vielen herzlichen Dank!
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